Warum spielen Tablets und Laptops in der Schule keine Rolle?

Computer im Unterricht

„Ich setze Elektronik immer seltener ein“

Warum spielen Tablets und Laptops in der Schule keine Rolle? Drei Lehrer erzählen: Von abstürzendem Unterricht, überlasteten Administratoren und von Smartboards, die vom Denken ablenken.

Verlieren Schulen den digitalen Anschluss? Bundesbildungsministerin Johanna Wanka will jedes Jahr eine Milliarde Euro in die Computerausstattung aller Schulen in Deutschland stecken. Aber ziehen auch die Lehrer mit? Laut einer aktuellen Studie gibt es in vielen Schulen eine brauchbare Computerausstattung, aber die Lehrer nutzen sie oft nicht.

SPIEGEL ONLINE hat Lehrer gefragt, wie sie im Unterrichtsalltag mit digitalen Medien umgehen.

Wo bleibt der digitale Hausmeister?

„Ich nutze privat alle möglichen IT-Geräte: Smartphone, Tablet, Laptop – kein Problem. Aber im Laufe der Jahre habe ich Elektronik immer seltener in meinem Unterricht eingesetzt. Es gibt immer irgendwas mit der Schulausstattung, das nicht funktioniert: Mal will ein Monitor nicht mit dem Rechner zusammenarbeiten, mal läuft ein Film einfach nicht, dann ist wieder ein Boxenkabel kaputt. Das kann meine ganze schöne Vorbereitung ruinieren.

Für die grundsätzliche Konfiguration ist ein Dienstleister der Schulbehörde zuständig. Vor Ort gibt es aber immer einen Kollegen als Ansprechpartner. Er ist selbst Lehrer, um die Rechner kümmert er sich zusätzlich. Er kann einfach nicht überall sein und jeden Schaden sofort beheben. Eigentlich bräuchten wir so etwas wie einen digitalen Hausmeister.

Das ist nicht das einzige Ressourcenproblem. Die meisten meiner Kollegen, die ihre Materialien am Computer vorbereiten, benutzen zu Hause Computer von Apple, ich auch. Die Schule kann sich aber nur PC leisten. Vieles ist dann oft inkompatibel oder sieht anders aus. Und niemand kann von uns erwarten, dass wir die Schulrechner dafür nutzen. Im Lehrerzimmer stehen fünf – für rund 100 Lehrer.

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Quelle: Spiegel Online

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