„Um fit für die Jobs der Zukunft zu sein, brauchen unsere Kinder digitale Kenntnisse“

„Um fit für die Jobs der Zukunft zu sein, brauchen unsere Kinder digitale Kenntnisse“

Gesche Joost, Internetbotschafterin der Bundesregierung und zugleich Mitgründerin von Calliope

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Dumm, wenn Schüler schlauer sind als ihre Lehrer

Von Thomas Heuzeroth | Veröffentlicht am 17.11.2016

Die Regierung will Schulen mit fünf Milliarden Euro digital aufrüsten. Die teure IT bringt nur etwas, wenn die Lehrer mitziehen; die ersten Pädagogenverbände stellen sich allerdings bereits quer.

Magdalena und Siran sind 13 Jahre alt und ein wenig aufgeregt. Doch eigentlich sind sie mehr stolz als aufgeregt. Im Klassenraum der 7a in der Gesamtschule Bellevue in Saarbrücken erklären sie, was Selena Gomez und sie gemeinsam haben: eine Bühne. In den vergangenen zwei Tagen haben die beiden Schülerinnen aus einem Dutzend Microcontroller-Boards eine Konzertbühne als Miniaturausgabe zusammengesteckt – und anschließend mit einem Tablet programmiert. Auf der Bühne steht nun Selena Gomez aus Pappe. Sobald ein Besucher – ebenfalls aus Pappe – durch eine Lichtschranke tritt, wird er automatisch auf einem winzigen Display begrüßt: „Willkommen auf dem Konzert.“

„Am schwierigsten war das Programmieren, man darf sich keinen Fehler erlauben“, sagt Lena. Und Siran ist schon durch die Feuertaufe einer Entwicklerin gegangen. Durch einen falschen Tastaturbefehl hat sie das gesamte Programm gelöscht. „Wir haben dann wieder von vorn angefangen.“

Die Gemeinschaftsschule in Saarbrücken ist eine der ersten Smart Schools in Deutschland. Schon seit Jahren spielt dort das Lernen mit digitalen Medien eine zentrale Rolle. Die Schüler nutzen gemeinsam mit den Lehrern wie selbstverständlich ihre Tablets. Im Biologie-Unterricht teleportieren sie sich sogar mithilfe einer VR-Brille in das menschliche Ohr, können hindurchfliegen und es von allen Seiten betrachten.

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Quelle: Welt.de

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